Finanznachrichten, Bank News, Bank Management, Bank Marketing Das Bankenmagazin

Home » Bankobjekte » Deutschland » Bestbanking
Bestbanking

Bestbanking

Website URL: http://www.bestbanking.at E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Finanzinstitute und Bankkunden im Visier der Cybergangster

Dienstag, den 13. November 2018 um 15:08 Uhr Veröffentlicht in Banktechnik & Sicherheit

In der digitalen Welt ist es wie in der Realität: Dort wo das Geld liegt, gibt es auch Kriminelle, die es stehlen wollen. Doch wo genau lauern die Gefahren? Und was können Finanzinstitute in Zeiten des digitalen Wandels dagegen tun? Kaspersky Lab bespricht zeitgemäße Sicherheitsmaßnahmen gegen Malware, Cyberkriminelle und sonstigen Betrug.

Auf Kundenseite ist Phishing die größte Gefahr. So entfielen im vergangenen Jahr über 50 Prozent der von Kaspersky Lab gemessenen Phishing-Versuche (mehr als 246 Millionen) auf gefälschte Seiten für Finanzdienstleitungen, ein Anstieg von sechs Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr[1]. Banken müssen ihre Kunden also vor Cyberkriminellen schützen, die es auf Finanzdaten abgesehen haben.

Zudem gab es in den vergangenen Jahren immer häufiger Attacken, die sich gegen die Finanzinstitute selbst richteten. Und: Die Angreifer gehen immer professioneller und zielgerichteter vor.

Der Bankingtrojaner Metel[2] ist ein Beispiel für eine sehr ausgefeilte Attacke: Der Schädling wurde erstmals im Jahr 2011 entdeckt: Zu dieser Zeit hatte es die Schadsoftware zunächst auf Nutzer von Online-Banking-Systemen abgesehen. Im Jahr 2015 änderten die Hintermänner von Metel ihre Strategie und nahmen Banken – oder genauer gesagt Geldautomaten – ins Visier. Die Cyberkriminellen waren dann in der Lage, herkömmliche Kreditkarten so zu modifizieren, dass sie damit unbegrenzt Geld abheben konnten. Eine wahre Geld-Druckmaschine.

Dafür infizierten sie Computer von Bankangestellten – entweder über Spear-Phishing-Mails[3] mit bösartigen ausführbaren Dateien oder über Sicherheitslücken im Browser. Nachdem sie sich Zugriff auf das Netzwerk verschafft hatten, nutzten sie legitime Software, um andere PCs zu hacken, bis es ihnen gelang, direkt auf Finanzaktionen zuzugreifen. Betroffen waren beispielsweise PCs von Mitarbeitern aus dem Callcenter oder dem Serviceteam.

Sobald die Kriminellen nun Geldbeträge vom betroffenen Kreditinstitut über den Geldautomaten einer anderen Bank abhoben, wurden die Finanztransaktionen über die infizierten Systeme automatisch rückgängig gemacht. Der Kontostand blieb demnach unverändert, so dass die Onlinediebe beliebige Geldsummen abheben konnten. Die einzige Hürde: die verfügbare Menge an Bargeld im Automaten.

Mehrstufiger IT-Sicherheitsansatz für Banken in Zeiten des digitalen Wandels


Grundsätzlich stehen Banken vor der Herausforderung, dass zahlreiche Bedrohungen auf den ersten Blick nicht sichtbar sind:

Systeme können jederzeit zielgerichtet und gut getarnt angegriffen werden (siehe Metel).

Insider-Aktivitäten sind eine Gefahr.

Angriffe auf Rechenzentren können hohe Schäden verursachen.

Ransomware-Angriffe können kritische Daten und Geräte sperren.

Der Verlust vertraulicher (Kunden-) Daten kostet mehr als nur Geld. Auch das Vertrauen und die Reputation tragen einen enormen Schaden davon.

Compliance-Anforderungen müssen vollständig erfüllt werden.


Mehrstufige Sicherheitsansätze für Unternehmen im Finanzsektor sind heutzutage essenziell, weil die Systeme untereinander vernetzt sind, und mobile Geräte sowohl für den Fernzugriff als auch für die gemeinsame Nutzung von Daten verwendet werden. Hierbei muss auf den holistischen Schutz des gesamten Netzwerks und genutzten Geräte geachtet werden. Kaspersky Lab bietet hier ein ganzes Portfolio passender Lösungen: Endpoint-Schutz für Server und alle Endpoints (inklusive Geldautomaten), Hybrid Cloud Security sowie Threat Intelligence Services – also Expertenwissen im Finanzbereich – sowie Erkennungsmethoden zielgerichteter Angriffe[4].

Kaspersky Fraud Prevention verhindert Geldwäsche und Kontenmissbrauch


Darüber hinaus schützen branchenspezifische Lösungen vor Bedrohungen, die explizit die Finanzbranche betreffen. Kaspersky Fraud Prevention[5] bietet beispielsweise über zwei spezielle Module Schutz vor Geldwäsche und Kontenmissbrauch.

Kaspersky Advanced Authentication verhindert den Missbrauch von Konten (Accounts) bei der Entwicklung digitaler Vertriebskanäle. Die Lösung ist in der Lage, das Verhalten des Nutzers, dessen biometrische Daten, die Vertrauenswürdigkeit des genutzten Geräts und weitere wertvolle, nicht-personalisierte Metadaten zu analysieren. Methoden des maschinellen Lernens und komplexe mathematische Algorithmen gewährleisten hohe Erkennungsraten und reduzieren die Erkennungszeit für Anomalien. Dieser Authentifizierungsprozess erfordert vom Anwender keine speziellen Aktivitäten. So können Unternehmen sich auf eine bessere Nutzerbindung und das weitere Wachstum ihrer digitalen Vertriebskanäle konzentrieren.
Kaspersky Automated Fraud Analytics dämmt die Folgen von Online-Betrug ein, indem schnell und sicher die richtigen Entscheidungen für eine Untersuchung komplexer Betrugsfälle und unternehmensübergreifender Geldwäsche getroffen werden können. Die Funktionsweise: Während der kompletten Nutzer-Session werden hunderte nicht-personalisierter Indikatoren gesammelt, etwa zum Gerät des Nutzers und seine Umgebung, zu dessen Verhalten und biometrischem Muster, zum missbräuchlichen Einsatz von Fernwartungssoftware oder Malware-Aktivität. Mit maschinellen lernenden Algorithmen vergleicht die Lösung die ermittelten Indikatoren mit typischen Mustern bei Kontenmissbrauch, Einrichtung neuer Konten mit falschen Daten oder Geldwäsche. So werden automatisch organisationsübergreifende Geldwäsche-Szenarien erkannt.

 

[1] https://securelist.com/financial-cyberthreats-in-2017/84107/
[2] https://www.kaspersky.de/blog/metel-gcman-carbanak/6945/
[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Phishing#Spear-Phishing
[4] https://www.kaspersky.de/enterprise-security/finance
[5] https://www.kaspersky.de/enterprise-security/fraud-prevention

 

Österreicher bei Banking mit FinTechs und Internetgiganten skeptisch

Donnerstag, den 12. Juli 2018 um 09:26 Uhr Veröffentlicht in News

Online-Banking wächst

6 von 10 Österreichern nutzen bereits regelmäßig Online-Banking. Im Jahr 2005 lag der Wert bei rund der Hälfte. Einer der Gründe ist der auf 72%1 gestiegene Smartphone-Besitz im Lande und die dadurch starke Verbreitung von mobilem Internet. Aber nicht nur die Hardware hat sich verändert, sondern auch die Software beziehungsweise die Apps. Das spiegelt sich auch bei den Log-in Zahlen wider: „77 Prozent unserer George-Nutzer loggen sich bereits übers Smartphone ein“, so Thomas Schaufler, Privatkunden-vorstand der Erste Bank Oesterreich. Aus diesem Grund setzt die Sparkassengruppe auch stark auf die Optimierung mobiler Services mit der Banking App „George Go“. Der Zugang zu den eigenen Finanzser-vices wird immer einfacher, da Smartphone-Anbieter neue Technologien wie Fingerabdruck-Scanner oder Gesichtserkennung zur Verfügung stellen. Dadurch verkürzen sich Log-in-Zeiten dramatisch. Dauer-te ein Login mit Username und Passwort im Schnitt 23 Sekunden, so sind es bei der George Go App jetzt 7 Sekunden. „Wir konnten so unseren Kunden alleine heuer schon 21 Jahre an Zeit ersparen“, so Schaufler. Die strengen Vorgaben die sich aus der Payment Service Directive 2 (PSD2) in Bezug auf die starke Kundenidentifizierung ergeben, wurden dabei natürlich vorausschauend voll berücksichtigt.
Während die Erste Bank ihr neues Filialkonzept konsequent ausrollt, hat man in den letzten Jahren auch frühzeitig in Online- und Mobile-Banking investiert. „Die Menschen wollen keinen Unterschied mehr erle-ben – ob online, mobil oder in der Filiale. Wir müssen für ein einheitliches Kundenerlebnis sorgen“, so Schaufler.

Banking mit FinTechs, Google oder Amazon

Laut einer repräsentativen Integral-Umfrage im Auftrag von Erste Bank und Sparkassen geben 9 von 10 Öster-reichern an, dass ihnen Innovation sehr wichtig ist. Umso erstaunlicher ist die Tatsache, dass kaum je-mand mit großen Internetgiganten Bankgeschäfte ma-chen will, obwohl viele dieser Unternehmen doch als besonders innovativ gelten. Bei Amazon meinen 83% sie würden keine Bankdienstleistungen in Anspruch nehmen wollen, bei Google sind es 87% und Facebook hat mit 95% die höchste Ablehnung. Ähnlich wenige Österreicher interessieren sich noch für Angebote von FinTechs: 8 von 10 finden sie nicht interessant. „Trotz-dem darf man den Respekt vor diesen Playern nicht verlieren“, meint Schaufler. „Das ist eine Momentauf-nahme. Wir wissen aber, wie schnell sich das ändern kann, wenn entsprechende Angebote erst einmal in den Alltag der Menschen integriert sind.“ Ein ent-scheidender Punkt ist allerdings, dass die Österreicher viel Wert auf Datenschutz, persönliche Beziehung und Vertrauen legen. Fragt man die Bevölkerung, wo sie denken, dass ihre Daten sicherer sind, so halten 72% ihre Daten im Online-Banking für sicherer verwahrt als bei Amazon (7%). Bei der Frage wer vertrau-enswürdiger ist, meinen 2% das sei Google, 77% schreiben das ihrem Online-Banking zu. Alleine beim Spaß an der Nutzung liegen Dienste von Amazon (35%), Google (34%) und Facebook (38%) vorne. Inte-ressant ist allerdings, dass Online-Banking sich seit 2015 von 17% auf 19% steigern konnte, während die drei anderen Werte rückläufig sind. „Besonders George konnte sich mit 22% im Österreichschnitt beson-ders positiv abheben“, sagt Schaufler. Neue Produkte und Funktionen in George werden die Banking-Plattform weiter wachsen lassen. Denn neben dem Spaß muss es für die Nutzer immer einen konkreten Mehrwert geben. Ein Beispiel, man ist auf Urlaub und weiß den Pin-Code seiner Kreditkarte nicht. „Die George Go App kann den Pin seit kurzem anzeigen und so genau in dem Moment ein Problem für den Kunden lösen“, ist Schaufler überzeugt.

 

George wächst weiter stark

„Wir werden Ende des Jahres rund drei Millionen Kunden in vier unserer Länder haben“, so Peter Bosek, Chief Retail Officer der Erste Group. Die Erste Group hat Ende 2012 mit dem Erste Hub ihr eigenes Inno-vationslabor gegründet - wo auch George entstanden ist. „Woran andere jetzt erst arbeiten, haben wir 2015 mit George schon gestartet“, so Bosek. 99% aller Österreicher sind höchste Sicherheitsstandards und Datensicherheit beim Online-Banking sehr wichtig. „Schon aus unserer Geschichte heraus sind wir beim Thema Daten viel glaubwürdiger also große Tech-Konzerne“, so Bosek. „Bei uns können sich Kun-den sicher sein, dass wir Daten nicht weiterverkaufen.“


Insgesamt wird George künftig den rund 16 Millionen Kunden innerhalb der Erste Group zur Verfügung stehen. Es wäre somit die größte, paneuropäische Banking-Plattform. Bisher zählt die Banking-Plattform rund 2,5 Millionen Nutzer, fast 1,6 Millionen alleine in Österreich.

Sparkasse Kötschach in neuem Glanz

Donnerstag, den 14. Dezember 2017 um 11:35 Uhr Veröffentlicht in News

Nach 35 Jahren im Ortszentrum von Kötschach ist die Kärntner Sparkasse nun beim Fachmarktzentrum vertreten. Das klassische Bild der Sparkasse wurde mit dynamischen Formen neu interpretiert.

Neue Beratungsräume, Selbstbedienungszone, Schalterraum mit “Wohlfühl-Charakter“ - das sind nur einige Eckpunkte der neuen Sparkassen-Filiale in Kötschach. Die SB-Zone mit dem neuen Ein- und Auszahlungsautomaten ist täglich von 5 bis 24 Uhr geöffnet. Helle Räume, modernste Technik sowie eine angenehme, persönliche und trotzdem diskrete Atmosphäre sind die Merkmale der neuen Sparkasse in Kötschach. Hier werden die Kunden freundlich und offen empfangen und stehen sofort im Mittelpunkt. Erst im April wurde mit den Bauarbeiten begonnen, nach nur sechs Monaten konnte der neue Standort eröffnet werden.

Bekenntnis zur Region


„In Zeiten von Banken-Fusionen und Filialschließungen ist die neue Kärntner Sparkasse Kötschach ein starkes Zeichen und deutliches Bekenntnis zur Region und ihren Menschen“, sagt Hans Linder, Filialleiter der Kärntner Sparkasse Kötschach. Das Sparkassenteam mit Filialleiter Hans Linder, den Kundenbetreuern Angelika Wieser-Tidl und Daniel Obernosterer, Nicole Rohr (Bauen und Wohnen) und den Firmenkunden-Betreuern Reinhold Ressi und Bernhard Flaschberger steht den Kunden Montag bis Freitag von 7 bis 19 Uhr nach Terminvereinbarung zur Verfügung. Die Sparkasse-Betreuer sind kompetente Spezialisten in allen Finanzierungs- und Vermögensfragen.

Transformationsprozesse in der Finanzindustrie

Mittwoch, den 14. Juni 2017 um 15:34 Uhr Veröffentlicht in News

best banking bat Experten zum Round Table: Mag. Bernhard Fasching, Sales Manager Austria, Mag. Ali Eralp, Vorstand der FINUM. Private Finance, Wolfgang Klaushofer, Senior Sales Executive bei CPB SOFTWARE (Austria) GmbH sowie Erich Burtscher und Zsolt Janos, MAS, beide Berater bei AL& E Consulting.

Round Table

Die Diskussion leitete Dr. Ricki Weiss.

best banking: Die neuen Regulierungen erfordern weitgreifende Umstrukturierungen in der Vertriebsstruktur von Finanzdienstleistern und Versicherungsunternehmen. Wie zeigt sich das in Ihrem Umfeld respektive in Ihrem Unternehmen?

Fasching: Unser Unternehmen sitzt in Edinburgh, Schottland, und in Großbritannien – beides besonders stark regulierte Märkte. Dort wird Change und Transformation gelebt. Wir in Österreich haben diese Vorgaben im Zusammenhang mit den Regulierungen natürlich auch umzusetzen – nicht nur intern sondern auch extern mit unseren selbständigen Vertriebspartnern. Wir bieten Transformations-Seminare für unsere Vertriebspartner, um gemeinsam neue Lösungen zu erarbeiten und ihnen neue Business Modelle mit auf den Weg zu geben. Ziel ist eine Standbeinfestigkeit in der „anderen“, transformierten Versicherungswelt.

Eralp: Ich gehe mal philosophisch an die Frage: Wie sieht das Unternehmen die Beratung? Unternehmen, die den Kundenerfolg in den Mittelpunkt stellen, müssen das nur übersetzen und nicht eine neue Sprache lernen. Ich sehe das für uns lockerer: wir sind seit 20 Jahren am Markt, vermitteln auch Finanzprodukte, kennen die Regeln, sind gut vorbereitet. Wir haben unsere Aufgaben bereits erledigt – Dokumentation, Antragskontrolle, Agenden aus dem MiFID Bereich. Wir haben eine Roadmap erstellt und die meisten Themen sind abgearbeitet. Wir müssen die Ergebnisse nur auf den Versicherungsmarkt „übersetzen“.

Klaushofer: 2016 war für IT Dienstleister und Banken ein sehr spannendes Jahr. Die etablierten Fin-Techs sind erwachsen geworden, viele sind Kooperationen mit Banken und Versicherungen eingegangen. Beide profitieren voneinander, beide haben gelernt, mit dem geld- und ressourcenintensiven Thema Regulatorik umzugehen – ein Thema, das auch uns als IT Dienstleister und Lösungsanbieter unmittelbar betrifft. Den Trend nach „hypen“ Frontend-Lösungen spüren wir genauso wie den Trend, die Digitalisierung der Geschäftsprozesse auch im Backend-Bereich umzusetzen.  Die Datenflut, die ich als Bank oder Versicherung erhalte, muss ich richtig verwerten, damit ich diese im Backend gut nutzen kann.

Burtscher: Die Regulatorien erlebe ich täglich, die sind intern abgearbeitet. Die Schnittstelle zum Kunden ist derzeit spannend, der ja unmittelbar profitiert. Negativ wird zwar oft die „Gläsernheit“  des Kunden ausgelegt, die Vorteile sind jedoch Kostentransparenz, Überblick, Informationsmenge und die Erfahrung der letzten 10 Jahre. Das heißt, der Kunde ist informierter, auch skeptischer und vorsichtiger geworden. Darauf muss sich der Berater neu einstellen. Die oberflächliche Kommunikation, die früher im Vertrieb stattgefunden hat, gehört hinterfragt und überarbeitet. Hier besteht die Notwendigkeit der Transformation. Genauso wie Standardisierungen im IT Bereich eingeführt werden, gehören hier Qualitätsstandards eingeführt.

Janos: Viele waren mit sich – und nicht mit dem Kunden – beschäftigt. Die neue Transparenz wirft aber Fragen auf, da sich die gesamte Kommunikationslinie mit dem Kunden verändert, vom Erstkontakt über Beratung und Verkauf bis zur Kundenbetreuung. Die Akteure der Finanzindustrie kommunizieren mit dem Kunden in alten Kommunikationsmustern. Sie nehmen zwar neue formale Vorgaben auf, ändern aber nicht viel. Wir begleiten sowohl Verkäufer und Berater als auch Kunden in diesem Veränderungsprozess. Der Kunde hat die Informationsflut, der Berater muss sensibler werden, die Back-Office Organisationen brauchen die IT Lösungen, um effizienter zu arbeiten und sich auf die Berater zu konzentrieren. Am Point of Sale bleibt noch lange Zeit der Mensch, der neue Instrumente braucht, um aus der Flut an neuen Vorgaben nicht neue Haftungsprobleme zu generieren.

Eralp: Ja, das ist das Thema! Nicht die Digitalisierung, sondern immer die Qualität der Beratung – und dass der Berater im Auftrag des Kunden agiert. Es mögen sich zwar rechts und links Themen ändern, aber die Kernaussage bleibt: Unternehmen, die das Kundeninteresse und den Kundenerfolg im Mittelpunkt haben, die werden diese Dinge viel leichter umsetzen. Die sind auch nicht in der Oberflächlichkeit, sie werden Themen wie Digitalisierung zu ihrem Vorteil umsetzen. Wir werden letztlich zwar wenige sein, viele werden die Herausforderung nicht überleben.

Fasching: Das Damoklesschwert schwebt über der Branche, über den Beratern. Durchaus richtig. Die, die nicht ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten ändern und anpassen, werden auf der Strecke bleiben.

best banking: Wissen das die Berater auch? Wie ist die Stimmung?


Fasching: Die Stimmung ist nicht schlecht, auch nicht angespannt. Eher abwartend.

Janos: Typisch österreichisch. Wird schon werden.

Fasching: Unsere Vertriebspartner haben klar das Bewusstsein, dass Veränderungen kommen werden. Vieles wird aber  – auch auf EU Ebene – hinausgeschoben. Verkäufer sind  in Österreich sensibilisiert und wissen, dass man sich wird ändern müssen. Es gilt: nicht die Großen fressen die Kleinen, sondern die Schnellen die Langsamen.  Am Point of Sale ist der Verkäufer, der nun die neuen IT-Tools nutzen lernen muss. Er muss also mit Know-how, Qualität - im Sinne des erfolgreichen Kunden und nicht im Sinne des erfolgreichen Unternehmens – agieren. Der erfolgreiche Kunde wird auch der treue Kunde sein, der den Berater - mit Honorar oder Provision - bezahlen wird.

Eralp: Die Durchschnittsqualität in unserer Industrie ist in den letzten Jahren enorm gestiegen, das heißt der durchschnittliche Berater geht mit den Herausforderungen viel besser und schneller um. Aber ein Problem haben wir: Ein Finanzberater macht sein Geschäft normalerweise dort, wo der Kunde etwas nicht hat. Das ist aber die falsche Einstellung. Wir müssen den Finanzberater zum Finanzplaner entwickeln, sonst werden wir das Problem ewig haben, denn er agiert nicht im Auftrag des Kunden, sondern im Auftrag der Lücke.  IDD löst das Problem nicht, sondern das ist unsere Verantwortung.

Burtscher:  Das ist sehr richtig. Dass Berater sich positionieren müssen, ist Ihnen häufig nicht bewusst. Fachliche Qualifizierung, Expertentum, Mündigkeit sind hier die Schlagworte. Der Kunde hat Zugang zu Informationen, kann diese aber häufig nicht richtig interpretieren. Wenn diese fachliche Ebene in der Positionierung erreicht wird, stellt sich die Frage der Provision so nicht mehr. Die Berater müssen sich – auch auf Empathie-Ebene - weiterentwickeln, die Kundenbeziehung muss als langfristige Strategie neu definiert werden.

Klaushofer: Unser Kunde will IT-Unterstützung zur Kundenbindung. Zusätzlich muss er langfristig eine Kostenreduktion über alle Prozesse realisieren. Gewisse Geschäftsprozesse rechnen sich heute nicht mehr und werden mit anderen Werkzeugen ersetzt, wie Robo-Advise, also ein auf Algorithmen basiertes automatisches Empfehlungs-Management für die Anlageberatung. Alle großen Häuser beschäftigen sich damit. Gewisse Teilprozesse kann ich damit kostengünstiger für den Kunden anbieten. Das kann man gut kombinieren mit Hybrid-Advisory – der Kunde entscheidet dann selbst über Prozesse und  wählt selbständig die für ihn passenden Kanäle wie Chat, Video etc. Ich muss Kunden alle Kanäle zur Verfügung stellen. Die Hürde bei den großen Häusern sind die Verteidigung der bestehenden Strukturen, die Personalressourcen und das Know-how in den Firmen.

Eralp: Die Führungskräfte spielen also eine große Rolle…
Klaushofer: Und wie! Wenn die den Geist nicht haben und sagen, ich will das, passiert nichts. Auch die Haltung, zu glauben, Digitalisierung mit einer simplen App erledigen zu können, ist nicht zielführend.

best banking: Wie groß ist die Bereitschaft bei Führungskräften und wird der Handlungsbedarf erkannt?


Janos:  Menschen verändern sich erst unter Druck und damit spät. Wir Menschen sind so, das muss man als Berater einfach akzeptieren und bedenken. In den drei Industriesparten, Banken, Versicherungen und Vertriebsorganisationen, sind die Themen unterschiedlich und die jeweiligen Führungskräfte kämpfen mit veralteten Maßeinheiten, Bonifikationen etc. – und das acht Jahre nach Lehman!

Fasching: Aus-, Weiter- und Fortbildung sind keine Lippenbekenntnisse mehr – sondern ein echtes Must. Wir müssen die Komfortzone verlassen. Leider machen wir uns die IT nicht oder zu wenig zu Nutze! Nicht ist peinlicher, wenn der Kunde online und technisch weiter ist als der Berater. Wir müssen Spezialisten werden. Das Verlassen der Komfortzone tut weh und ist nicht bequem.

Janos: Früher sind Veränderungen durch Projekte initiiert worden. Das ist vorbei – wir leben in einer Dauertransformation. Alles ist schneller überholt als früher. Finanzierung passiert in Wellen. Komplettfinanzierungen gibt es nicht mehr. Eine Mehrwertfinanzierung muss also viel schneller passieren. Vieles ist einfach Nostalgie geworden. Eine unglaubliche Herausforderung an die Manager, die ja dort primär sitzen, weil sie nicht mehr verkaufen wollen. Die Flucht aus dem Verkauf ist aber letztlich der Todesstoß fürs Management geworden.

Klaushofer: Laut Studien hat aber der Berater in Europa noch einen hohen Stellenwert. Auch die junge Generation schätzt es, einen Berater zu haben.

Eralp: Ich sehe den Berater als Schlüsselperson im gesamten Prozess, und zwar durchaus mit old school Beratung. Ein Berater kann Lebensretter sein. Er hat eine hohe, aber auch schöne Verantwortung. Wichtig ist die Selbstlosigkeit der Berater. Es geht nicht um ihn, sondern um den Kunden. Genauso wichtig ist der Stolz, den Finanzberater haben dürfen – wir spielen eine wichtige Rolle in der Gesellschaft, wir schaffen Vorteile, Nutzen, geben einen Kompass zum Ziel. Wichtig auch, welche  Themenführerschaft verfolge ich als Unternehmen, wie Pensionsaufbau, Absicherung etc. Wir brauchen Technik, um schneller, leichter und besser zum Kunden zu kommen.  Wir kennen unsere Stärken und können auf bestimmte Themen verzichten. Ich sehe eine positive Zukunft für die Finanzberatung, auch wenn der Übergang dorthin heftig werden wird.

Klaushofer: Wir finden uns häufig in der Rolle des Vermittlers zwischen Berater und Geschäftsführung. In Workshops mit Kunden hören wir, was Berater sich alles wünschen, um noch effizienter zu arbeiten.

Burtscher:  Ja, der Druck von unten – durch die Berater. Aber auch das Management steht unter Druck, die Menschen sind oft völlig fehleingesetzt. Veränderungen müssen am Ende des Tages verkäuferisch verwertbar sein.  Da braucht es Input von außen, eine andere Sichtweise. Den Druck bitte dorthin geben, wo er hingehört.

Fasching: Es ist innerhalb der Unternehmen natürlich ein Problem, wenn die Führungspositionen sich selbst in Frage stellen müssen.  Im Sinne der Zielsetzung muss das aber passieren und das ist sehr schmerzhaft. Am Markt sieht man, dass sich nur Spezialistentum etabliert.

Janos: Die strategischen Kooperationen zwischen Spezialisten sind in den nächsten Jahren sicherlich am Vormarsch. 

Fasching: Es gibt den Dominoeffekt im Positiven. Wenn jemand erfolgreich durch Digitalisierung wird, hat das Vorbildwirkung und wirkt positiv aufs  Umfeld. Da gibt’s keinen Brotneid.
Janos: Neue Junge gewinnt man dadurch, dass man sich mit dem daily business am Point of Sales in die Auslage stellt. Sogwirkung wurde früher aus den erfolgreichen Strukturen erzeugt. Jetzt rückt die Begeisterung für das daily business wieder ins Zentrum, da  kann der Funke überspringen.

Eralp: Wir sehen Innovation und Technik oft gleich, aber das sind unterschiedliche Themen. Die Basis ist immer Finanzmathematik, die Emotion des Kunden kommt  dazu. Wir beschäftigen uns zu viel mit Technik, was wir den Spezialisten übergeben sollten, und zu wenig mit Beratungsinnovation. Wenn wir die Jungen zu uns holen, müssen die auch arbeiten und die Finanzmathematik verstehen!

Fasching: Gutes Stichwort – Finanzberatung bedeutet tatsächlich auch Arbeit.  Für viele ganz was Neues… es ist sogar knochenharte Arbeit und laufende Fortbildung.

Janos: Kunden suchen leider immer noch Garantien und hohe Erträge, Mitarbeiter den sicheren Arbeitsplatz, einen guten Vertrag und wenig Druck. Unsere Grundprägungen sind selten Unternehmertum, Transparenz oder Mehrwert schaffen.

best banking: Wohin geht die Reise in der Finanzindustrie?


Klaushofer: Für die Finanzindustrie tun sich enorme Chancen auf, allein das Thema API (aplication programming interface), also offene Datenschnittstellen im Rahmen der PSD2 Zahlungsrichtlinie, sorgt für eine neue Umverteilung im Markt und wird für einen weiteren Umbruch sorgen.

Burtscher:  Wir sind zu stark in der Rolle des Verkäufers verankert und müssen uns mehr zu Beratern entwickeln. USPs werden wichtiger in der eigenen Positionierung. Ich spreche von einem anderen Selbstbild und einer anderen Wertigkeit.

Fasching: Die Regulierungswut und  volatile Märkte werden bleiben. Die Digitalisierung kommt. Die Vision soll sein, dass man das nicht als Schreckgespenst sondern als Chance sieht, indem man gewillt ist, sich neu zu positionieren – mit dem Kunden im Mittelpunkt.

Janos: Organisationen splitten sich in drei Gruppen – aufgewertete Kommunikatoren am Point of Sales, Organisatoren wie IT Dienstleister, Spezialisten etc., die die Kommunikatoren koordinieren, sowie Produktlieferanten, die Produkte konzipieren, die dem Kunden nachhaltig nutzen.

Eralp: Den Beratern mache ich als letztes einen Vorwurf, die Falschen bezahlen den Preis.  Den Ruf, den wir haben, verdienen wir in Wirklichkeit nicht. Aber wir sind viel zu einsam, haben politisch keine Unterstützung! Wir schaffen es zwar auch alleine, aber was wäre wenn wir welche hätten…?

best banking
Danke für den Gedankenaustauch!

Erste Erste-Filiale vor 90 Jahren in Wien eröffnet

Montag, den 30. Januar 2017 um 14:50 Uhr Veröffentlicht in News

Die Erste Bank wurde 1819 gegründet und hatte ihren Stammsitz die ersten Jahre  in der Pfarrkanzlei der Wiener Leopoldskirche im 2. Wiener Gemeindebezirk. Im Jahr 1825 übersiedelte die Zentrale an ihre bekannte Adresse am Graben 21. Erste Bank Filialen damals und heute

Erste Filialen im Jänner 1927

Bis zum Jahr 1927 gab es aber abseits der Zentrale keine Filialen. Erst im Jänner 1927 wurden in der Mariahilfer Straße 60 und in der Hietzinger Hauptstraße 4 die ersten Stadtfilialen eröffnet. Kurz darauf folgten zwei weitere Standorte in der Brunnengasse und der Währinger Straße. Maßgeblich für das Filialprogramm war die Einführung des Weltspartages 1925, der eine neue Spareuphorie in Wien auslöste. Außerdem begannen auch andere Banken über ihre Zentralen hinaus in den Bezirken Zweigstellen zu eröffnen. Bis zum Beginn der 1960er Jahre wurden über 30 weitere Erste-Filialen eröffnet. Außerdem hat man in der Zeit nach und nach alle bestehenden Filialen umgebaut, erweitert oder auf neue Standorte verlegt.

Dynamische Entwicklung

Das Filialnetz hat sich seit damals dynamisch entwickelt und sich immer dorthin verändert, wo die Kunden sind. „Filialen wird es auch in 10 Jahren noch geben. Der persönliche Kontakt bleibt  trotz Digitalisierung wichtig“, ist Thomas Schaufler, Privatkundenvorstand der Erste Bank, überzeugt. In den letzten Jahren wurden viele Filialen nach neuem Konzept modernisiert und es gab besonders an stark frequentierten Orten wie Bahnhöfen und Einkaufszentren Neueröffnungen von Service-Filialen. Die Öffnungszeiten wurden verlängert und so haben in Wien in den meisten Erste-Filialen bereits zwischen 9 und 18 Uhr geöffnet. Bis 2019 wird das Filialnetz der Erste Bank im neuen Stil weiter umgebaut. Die nächsten großen Beratungszentren für Privat- und Firmenkunden werden in Wien, Niederösterreich und im Burgenland entstehen. Insgesamt hat die Erste Bank aktuell in diesem Gebiet 166 Filialen und OMV-Bankstellen.

Erste Bank führt Video-Identifizierung von Neukunden ein

Mittwoch, den 25. Januar 2017 um 11:03 Uhr Veröffentlicht in News
Video-Chat für Kontoeröffnung

Video-Identifizierung von Neukunden bei der Erste Bank und SparkassenErste Bank und Sparkassen machen ab sofort die Video-Identifizierung für Neukunden möglich, die von der Finanzmarktaufsicht erst am 3.1.2017 genehmigt wurde. Mit Hilfe von IDnow Video-Ident können sich Bankkunden direkt über einen Video-Chat identifizieren lassen und sparen sich damit den Weg in die Filiale. Die Eröffnung eines Girokontos wird damit so schnell und einfach wie nie – es ist sowohl am PC als auch mobil über Smartphones oder Tablets möglich. Man benötigt dafür nur einen amtlichen Lichtbildausweis, um in wenigen Minuten per Video-Chat die Identifikation abzuschließen. Eine Besonderheit für Österreicher ist, dass neben Reisepass und Personalausweis auch der Führerschein für die Video-Identifizierung zugelassen ist.

„Wir sind damit die erste österreichische Großbank, die das drei Wochen nach der Zulassung für Neukunden anbietet“, freut sich Thomas Schaufler, Privatkundenvorstand der Erste Bank. In anderen Ländern wie z.B. Deutschland war dieses Verfahren bereits länger zugelassen, was fintechs ermöglichte, diese einfache Identifikationsmethode auch hierzulande anzubieten. „Damit fällt also auch ein entscheidender Wettbewerbsvorteil von fintechs weg“, so Schaufler. Banken war das bisher in Österreich nicht erlaubt.

Bei Online-Eröffnungen von Girokonten gab es im letzten Jahr in der Sparkassengruppe einen Zuwachs von 40%. Diese Steigerung beim Online-Anteil zeigt, dass der Markt für die Video-Legitimation überreif ist. Tablets, Smartphones und beinahe jedes Notebook sind mit einer Kamera ausgestattet und damit wird der Bankwechsel dank des neu zugelassenen Verfahrens in Österreich jetzt noch schneller und einfacher.

Erste Bank Oesterreich entscheidet sich für Skype for Business

Mittwoch, den 03. Juni 2015 um 14:10 Uhr Veröffentlicht in News

Alexandra Moser und Birte QuittMit der Weiterentwicklung von Lync zu Skype for Business brachte Microsoft die populärste Kommunikationsanwendung im April dieses Jahres weltweit in die Unternehmen. Der neue Sprach- und Videodienst verbindet die Benutzerfreundlichkeit von Skype mit den Unternehmensansprüchen von Lync.

Skype for Business sieht sehr ähnlich wie die Consumer-Version von Skype aus und verwendet die gleichen Tasten und Symbole. Weniger Menüs und die bekannten Skype Icons „Skype-Anruf“, „Skype-Video“ und „Anruf beenden“ machen Skype for Business übersichtlicher und benutzerfreundlicher. Mit dem Anrufmonitor von Skype wird der aktive Anruf in einem kleinen Fenster anzeigt, auch wenn der Nutzer sich gerade mit einer anderen Anwendung beschäftigt. Skype for Business ermöglicht es, jedes beliebige Gerät in die private oder geschäftliche Kommunikation einzubinden.

Hohe Sicherheitsstandards garantiert

Wichtige Sicherheits- und Compliance-Features sowie die sichere Einbindung in Unternehmensnetze sind analog zu Lync auch in Skype for Business integriert. Die vertrauten Sicherheitsmechanismen wie zum Beispiel Verschlüsselung sind standardmäßig inkludiert.
Dennoch haben viele Unternehmen nach wie vor Sicherheitsbedenken bei der Nutzung von Social Tools.
Darin sieht Moser die eigentliche Gefahr: „Stehen keine Tools zur Verfügung, nutzen die Mitarbeiter diese oft inoffiziell und verletzen so erst recht die Compliance-Richtlinien. Hier unterstützen wir unsere Kunden indem wir mit Yammer, Office 365 und Skype for Business professionelle Lösungen anbieten, die sich flexibel und konform an die IT-Policy im Unternehmen anpassen.“
Die Erste Bank stellt unter Beweis, dass der Einsatz von Skype for Business auch in Branchen mit besonders strengen Compliance-Anforderungen sicher und unkompliziert möglich ist.

Erste Bank setzt auf Videotechnologie

Die Erste Bank setzt auf innovative Kommunikationslösungen: Modernste Anwendungen wie die Videotechnologie bereichern die interne Kommunikation ebenso wie die Kundenberatung. Birte Quitt, Bereichsleiterin der Erste Bank Filialen in Österreich: „Wir profitieren von der Videokommunikation. Einerseits schaffen wir damit intern einiges an Zeit einzusparen - andererseits können wir damit unseren Kunden unabhängig vom Ort immer die spezielle Beratung anbieten, die sie gerade brauchen.“
Der Kontakt zwischen Mitarbeitern von Screen zu Screen kommt in der Bank täglich zum Einsatz. Beispielsweise Meetings, die für Mitarbeiter über die ganze Region eine Anreise bedeuten würde, können simpel per Video durchgeführt werden. Schulungen, die weniger als zwei Stunden dauern, werden in der Erste Bank einfach via Videoübertragung abgehalten. Der Nutzen ist klar: Zeitressourcen und Reisekosten werden eingespart, die Webinare können einfach aufgezeichnet und je nach Bedarf auch später wieder abgerufen werden.

Oberbank-Chef Gasselsberger will weitere 9 Filialen in Wien

Dienstag, den 24. März 2015 um 15:42 Uhr Veröffentlicht in News

Franz Gasselsberger, Generaldirektor der OberbankGeneraldirektor Franz Gasselsberger präsentierte wieder ein herausragendes Ergebnis der Oberbank für das Jahr 2014 vor Journalisten in Wien. Der Überschuss vor Steuern stieg auf 157,6 Mio. Euro (+ 11,2 Prozent), nach Steuern um 11,5 Prozent auf 136,5 Mio. Euro.
Das Kreditrisiko war weiterhin günstig. Die umsichtige Vorsorgepolitik wurde mit der Bildung von 78,0 Mio. Euro Risikovorsorgen (+ 10,5 Prozent) fortgesetzt, die Wertberichtigungsquote lag bei günstigen 0,64 Prozent. Insgesamt verfügt die Oberbank über 555,7 Mio. Euro an Kreditrisikovorsorgen oder 4,5 Prozent des Kreditvolumens. Mit 11,61 Prozent Kernkapitalquote und 15,70 Prozent Gesamtkapitalquote ist die Oberbank ausgezeichnet mit Kapital ausgestattet. Die Augenstände an der Hypo Alpe Adria, etwa 10 Mio. Euro, wurden schon wertberichtigt.


Herausragend haben sich 2014 erneut die Investitionsfinanzierungen entwickelt, die um 4,9 Prozent auf 6,9 Mrd. Euro gestiegen sind. Die gesamten Kommerzkredite sind trotz der Stagnation im Gesamtmarkt um 3,6 Prozent auf 9,8 Mrd. Euro gewachsen. In der Investitionsförderung hat die Oberbank ihre Spitzenposition 2014 weiter ausgebaut, in der Exportförderung ist sie nach wie vor die stärkste Bank außerhalb von Wien.
Im Bereich der Privatkredite hat die Oberbank 2014 einen Zuwachs um 10,1 Prozent auf 2.441,7 Mio. erzielt. Vor allem in der Wohnbaufinanzierung war die Nachfrage wegen des niedrigen Zinsniveaus besonders stark. Der Wachstumsmarkt Wien steht für ein Drittel des Wachstums, auch die anderen Märkte entwickeln sich sehr gut.

Im Private Banking bzw. in der gehobenen Vermögensverwaltung ging der Trend 2014 klar in Richtung Fonds. Besonders die Publikumsfonds verzeichneten zuletzt stark steigende Zuflüsse. In diesem Umfeld hat die Oberbank das beste Wertpapier-Ergebnis seit 2007 erzielt. Die Wertpapierprovisionen stiegen um 5,6 Prozent auf 38,0 Mio. Euro, die Kurswerte auf den Kundendepots um fast 6 Prozent auf 11,2 Mrd. Euro. Die 3 Banken Generali KAG wuchs 2014 erneut klar stärker als der Markt. Das Fondsvolumen stieg um 16,2 Prozent auf 7,7 Mrd. Euro, damit ist der Marktanteil auf 4,9 Prozent gestiegen.

Überragende Kostenstruktur

Obwohl die Oberbank in den letzten fünf Jahren hohe Beträge in die Expansion investiert hat, sind die Aufwendungen weniger stark als die Erträge gestiegen. "Deshalb liegt die Cost-income-ratio mit zuletzt 50,1 Prozent weiterhin besonders günstig. Wir wollen hier aber das Ergebnis bei diesen gesunden werten belassen" so Gasselsberger.

Strategie 2020: Erfolgskurs wird fortgesetzt!

Die Strategie der Oberbank hat sich in den schwierigen letzten Jahren bewährt, deshalb wird der Weg des organischen Wachstums fortgesetzt.
Das Kreditvolumen soll bis 2020 um 30 % auf 16,4 Mrd. steigen, die Kernkapitalquote von 11,6 % auf über 13 %, die Anzahl der Filialen auf etwa 180 und der Mitarbeiterstand auf etwa 2.100 Personen davon 9 Filialen in Wien.

Großbanken in Ungarn haben 17% ihrer Filialen geschloßen

Dienstag, den 17. März 2015 um 16:29 Uhr Veröffentlicht in News

In den letzten 6 Jahren wurden ca. 17% der Bankfilialen in Ungarn geschloßenGemäß einer Analyse des Portals Portfolio, haben die Großbanken in Ungarn seit Beginn der Krise ca. 17% ihrer Filialen und 13% ihrer Angestellten reduziert. Abschließend mit 2014, ging in den letzten 6 Jahren der Finanzkrise die Zahl der Beschäftigten im Bankensektor um 6.000 zurück. Trotz der generell steigenden Belastungen für Banken in Ungarn, haben die Kreditintsitute ihre Kosten in Griff bekommen können, und haben seit 2008 diese um 25% verringern können. In 2014 haben die Großbanken 44 Filialen in Ungarn geschlossen, die meisten davon Unicredit und die K&H, Teil der italienischen Intesa Group.

Die Zumtobel Group will in den Hauptmärkten Europa weiter wachsen

Montag, den 16. März 2015 um 13:13 Uhr Veröffentlicht in News

Ulrich Schumacher, CEO der Zumtobel GroupFür die Zumtobel Group ist das „International Year of Light“ 2015 ein wichtiges Jahr der strategischen Neuausrichtung. CEO Ulrich Schumacher setzt auf eine konsequente Mehrmarkenstrategie. Bei den Banken will der Zumtobel-Chef vor allem mit den Vorständen über Lichtsysteme sprechen sagte Schumacher bei einer Unternehmenspräsentation in Wien auf eine bestbanking - Nachfrage. In Österreich, wo die Vorarlberger mit 36 Prozent Marktanteil die Nummer eins sind, sieht Schumacher noch Möglichkeiten. „Wir haben keine Aufträge im Bereich Verkehr. Ich frage mich, was ein österreichisches Unternehmen hindert, der Asfinag Leuchten zu verkaufen“, meint er.

Das Geschäft wird beratungsintensiver


„Wir haben unsere Produkte bisher zu wenig aktiv vermarktet und beim Kunden nur einen Katalog vorgelegt“, so Schumacher. In einem hart umkämpften, und vom Technologiewandel geprägten Markt, in dem die Innovationsund Produktlebenszyklen immer kürzer werden, sind neue Geschäftsmodelle gefragter denn je. Deshalb muss sich unser Geschäft in Zukunft noch mehr in Richtung Dienstleistung bewegen. Er will seinem Konzern diesbezüglich einen „Paradigmenwechsel“ verpassen. Das Thema Umstrukturierung werde das Unternehmen „noch einige Jahre begleiten“. „Das Geschäft wird beratungsintensiver. Auf der Vertriebsseite sind wir zu 20 Prozent auf einer Ebene, wo ich sage, da kann man gut schlafen. Operativ sind wir zehn Prozent des Weges gegangen, aber uns hilft, dass die Wettbewerber in diese Richtung nichts tun“, so Schumacher, der dem Leuchtenkonzern im Vorjahr ein Sparprogramm verpasst hatte. Im Rahmen des Sanierungspaketes sollten weltweit bis zu 600 Mitarbeiter abgebaut und vier bis sechs Standorte von 18 geschlossen werden.